Methodik des Akustikrechners

Hier dokumentieren wir die Rechenlogik, Datenquellen und Grenzen des Werkzeugs. Der Rechner ist eine überschlägige Orientierung und keine akustische Fachplanung.

1. Raumvolumen

V = Länge × Breite × HöheBeispiel: 4 × 3 × 2,5 = 30 m³

2. Sabine-Gleichung

T = 0,163 × V / AT = Nachhallzeit, V = Raumvolumen, A = äquivalente Absorptionsfläche.

Daraus folgt für die vorhandene bzw. gewünschte Absorptionsfläche: A = 0,163 × V / T.

3. Zusätzlicher Bedarf

ΔA = AZiel − AIstNegative Werte werden auf 0 gesetzt.

4. Umrechnung auf ein Produkt

APackung ≈ Fläche × NRCBreitbandige Näherung auf Basis des vom Hersteller angegebenen NRC.

Die benötigte Packungszahl wird rechnerisch auf die nächste ganze Packung aufgerundet.

Wichtige Annahme:

Die Umrechnung behandelt die gesamte Fläche × NRC als zusätzliche Absorption. Ein montiertes Paneel überdeckt jedoch eine vorhandene Wand- oder Deckenfläche, die selbst bereits etwas Schall absorbiert. Da deren frequenzabhängiger Absorptionsgrad nicht bekannt ist, wird diese verdrängte Absorption nicht abgezogen. Der rechnerische Packungsbedarf kann dadurch zu niedrig ausfallen.

5. Was NRC hier bedeutet

NRC ist ein Einzahlwert für breitbandige Schallabsorption. Er bildet das Verhalten über einzelne Frequenzen nicht vollständig ab. Deshalb wird das Ergebnis ausdrücklich als Näherung bezeichnet.

6. Raumgeometrie und Plausibilitätsgrenzen

Bei stark langgestreckten Räumen ist die vereinfachte Sabine-Anwendung nur eingeschränkt sinnvoll. Liegt das Verhältnis der längsten zur kürzesten Raumabmessung über 5, zeigt der Rechner einen Warnhinweis und keine Produktvorschläge.

Zusätzlich verwendet v1 rein technische Plausibilitätsgrenzen, um offensichtliche Tippfehler oder für diesen Consumer-Rechner untypische Eingaben abzufangen. Beispiele sind sehr kleine Raumabmessungen, Raumhöhen außerhalb von 1,8–6 m oder RT60-Werte außerhalb von 0,1–5 s. Diese Grenzen sind keine akustischen Normwerte; bei einer Warnung wird der Akustikwert weiter angezeigt, Produktvorschläge werden jedoch unterdrückt, bis die Eingaben geprüft sind.

7. Mikrofonmessung (Beta)

Die Browser-Messung verarbeitet nur lokale Pegel-/Energieverläufe. Rohes Audio wird nicht gespeichert oder hochgeladen. Für jeden der drei Klatschimpulse wird aus dem Energieabfall per Schroeder-Rückwärtsintegration eine Decay-Kurve gebildet und im nutzbaren Pegelbereich linear ausgewertet. Ein Ergebnis wird nur ausgegeben, wenn alle drei Einzelmessungen gültig sind und nicht zu stark voneinander abweichen. Die Funktion bleibt eine Browser-Schätzung und ist keine ISO-3382-2-Messung.

8. Grenzen

9. Produktdaten

Produktmaße und NRC-Werte stammen aus öffentlich zugänglichen Hersteller-/Händlerangaben des jeweiligen Modells. Ein unabhängiger Prüfbericht bzw. ein konkreter Teststandard wurde für die aktuell hinterlegten VEVOR-SKU nicht verifiziert.

Quellen

Produktdaten zuletzt geprüft: 08.09.2026.